Interview
Der Paradigmenwechsel
Mit der Evokation vom mechanistischen zum systemischen Weltbild
Wir leben in einem Zeitalter rasanter Entwicklungen. Durch die Entdeckungen der Quantenphysik in atomaren und subatomaren Bereich entstanden völlig neue Gesetze der Physik, die das Weltbild und die Gültigkeit der klassischen Physik revolutionierten. Bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrtausends drückte dies der Physik-Nobelpreisträger Carlo Rubbia wie folgt aus: „Gewöhnlich betrachten wir nur die Materie, weil wir sie sehen und anfassen können. Viel wichtiger sind jedoch die Wechselwirkungsquanten, welche die Materie zusammenhalten und deren Struktur bestimmen." (Carlo Rubbia, Nobelpreis für Physik 1984).
Untersucht man unter diesem Aspekt den menschlichen Körper, stellt man fest, dass er überwiegend aus Photonen und nur zum geringen Teil aus Materienteilchen besteht und die Körperzellen untereinander mittels Licht kommunizieren. Folglich werden sämtliche Lebens- vorgänge von den Biophotonen aus gesteuert und sind der Materie übergeordnet.
Angelehnt an diese Erkenntnisse ist die Quantenmedizin entstanden, die sich als Informationsmedizin versteht. Unter Anwendung der Entdeckungen und Forschungsergebnisse der Bio- und Quanten-physik, der Bio-Kybernetik, der Bio-Informatik sowie der Molekular- biologie entwickelt sie therapeutische Konzepte. Die Biophysik z. B. betrachtet den lebenden Organismus als ein hoch-komplexes, kohärentes Resonanzsystem oszillierenden Felder und rhythmisch schwingende Gebilde.
Aus diesem integralen Verständnis heraus hat sich der Persönlichkeitstrainer Peter Heindl gefragt, warum viele Menschen trotz Unterstützung nicht ihr volles Potenzial leben. 20 Jahre arbeitete er an der Frage, wie man dem Abhilfe schaffen könnte. Das Ergebnis nennt er „Evokation" und ermöglicht damit, über eine kunstvolle Installation aus Bild und Klang, Gesundungs- und Bewusstseinsprozesse in Gang zu setzen. In einer weltweit einzigartigen Wirkung ermöglicht sie es, dem Betrachter seine Selbst-Regeneration zu verbessern und seine Selbst-Optimierung zu aktivieren. Sie präsentiert die zurzeit umfassendste Innovation auf dem Gebiet der Wiederherstellung, Erhaltung und Steigerung der menschlichen Leistungsfähigkeit.
Haidrun Schäfer im Gespräch mit Peter Heindl.
Haidrun Schäfer: Ich bin hier, um Ihre Installation „Evokation" kennen zu lernen. Fangen wir mit dem Aufbau und der Bedeutung des Namens an.
Peter Heindl: Evokation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „hervorbringen". Sie basiert auf der Kombination von einem monochromen Goldbild, einer dekonditionierenden Musik und einer sensitiven Übertragungstechnik. Diese Kombination bildet zusammen mit dem Betrachter eine nährende Einheit – ein so genanntes symbiotisches System. In dieser Einheit kann der Nutzer in seinem Körper, seinem Geist und seiner Seele die geeigneten Impulse finden, die ihn darin unterstützen, sich unverfälscht zu erinnern, wie er seine originäre Aufgabe wieder vollständig erfüllen kann. Das Erkennen und Erfüllen dieser Aufgabe öffnet die unversiegbare Quelle unserer Lebensenergie, aus der einzig und allein sich unsere Leistungsfähigkeit erschließt.
Was veranlasste Sie die Evokation zu entwickeln?
Als Persönlichkeitstrainer beobachtete ich, dass – obwohl die meisten Klienten sehr motiviert und durchaus an Veränderungsprozessen interessiert waren – es immer wieder einen Mechanismus gab, der sie von wirklichen Erfolgen abhielt. Es lag also nicht an der Motivation, sondern es musste einen anderen Grund geben und den galt es aufzuspüren. Nach langjähriger autodidaktischer, empirischer und interdisziplinärer Forschungsarbeit – angesiedelt zwischen Zellbiologie, Psychologie und Quantenphysik – fand ich heraus, dass die Körperzelle und insbesondere das Zellgedächtnis des Menschen der magische Schlüssel ist, mit dem sich das Problem auflöst. Die Fitness der Zelle entscheidet darüber, wie weit sich die unversiegbare Quelle der Lebensenergie öffnen lässt, damit wir die Lebenskraft bekommen, um optimal leben zu können. Jetzt stellte sich die Frage, mit welchem Gerät kann man die Zell-Fitness einüben? Evokation ist die Antwort. Eine Installation, die über die Jahre gewachsen ist und wo sich ein Baustein an den nächsten fügte. Nicht umsonst handelt es sich um reines Gold und nicht umsonst vermitteln die Lautsprecher die Töne als eine stehende Welle und auch die Klänge sind nicht zufällig entstanden.
Wodurch wird die Leistungsfähigkeit der Zelle geschmälert?
Durch den Grad der Selbstentfremdung.
Lassen Sie mich das kurz erläutern.Wenn man geboren wird, dann hat man wie alle Lebewesen ein inneres Bedürfnis, sich so zu entwickeln, wie es den Anlagen seiner eigenen Natur entspricht. Dieses Bestreben wird aber häufig durch die Erziehung, die Schule und das soziale Umfeld nicht zugelassen, sondern in andere Richtungen gedrängt. Wer kennt das nicht – Sei lieb, tu das nicht, mach das so, wie ich das will oder wie der andere das macht, das ist falsch . . . und das jeden Tag und Jahr für Jahr, manchmal subtil, manchmal mit Härte . . .
. . . wird nun der Teil, der so aufgepfropft wurde, größer als das Eigene, Ursprüngliche, so kommt es zu einer Selbstentfremdung. Sie verbraucht im Laufe der Zeit immer größere Teile unserer Lebensenergie. Man lebt nicht mehr das Eigene, so wie es nach den Anlagen der eigenen Natur sein müsste, sondern mehr im Angenommen, und damit mehr oder weniger im ständigen Ungleichgewicht zu sich selbst. Das spiegelt sich im persönlichen Verhalten, der Geisteshaltung, in den Organen, in den Zellen, im Zellgedächtnis, bis hinein in die atomaren und subatomaren Ebenen kurz im gesamten menschlichen Organismus, wieder. Unser persönliches Leben kommt immer mehr in Unordnung. Man könnte es auch so formulieren, der Grad der Unordnung ist identisch mit dem Grad der Selbstentfremdung.
Wie kann ich meine persönliche Lebensordnung wieder herstellen?
Durch die innere Kohärenz. Sie ist ein ruhiger, friedvoller, harmonischer und höchst intuitiver Fühlzustand, in dem man sich seines eigenen Körpers, seiner eigenen Natur und der winzigen Ströme, die durch einen durchfließen, vollkommen bewusst ist. Diesen harmonisierenden Zustand erweckt die Evokation durch die Ver- knüpfung vom monochromen Goldbild, dekonditionerender Musik, sensitiver Übertragungstechnik und dem Betrachter selbst. Er fühlt Liebe, inneren Frieden und Wertschätzung. Jeder Gold-Künstler kann es bestätigen: Gold verfeinert die menschliche Energie. Die große Fläche aus 24-karätigem Gold hat die Aufgabe, beim Betrachter diejenigen Botenstoffe (Hormone) und Neuroschaltkreise im Gehirn zu bilden, die die innere Kohärenz auslöst. Die Komposition der Musik ist so angelegt, dass sie die negativen und hinderlichen Informationen der Selbstentfremdung, die im Zellgedächtnis fest eingespeichert sind und eine nachhaltige positive Änderung des persönlichen Verhaltens verhindern, dekonditioniert. Die sensitive Übertragungstechnik sorgt dafür, dass im gesamten menschlichen Organismus eine Regeneration behutsam, fürsorglich und erfolgreich eingeleitet wird. Regeneration ist ein Prozess, der dem embryonalen Wachstum ähnelt. Spürbar in unserem Körper und in jedem Zellkern. Der betroffene Organismus kann vorgeschichtslos das neu bilden, was er zu einem lebenswerten Leben braucht. Die Evokation stellt somit unmittelbar eine energetisch heilende Interaktion zwischen Physiologie, Verhaltensebene, Organe, Gewebe, Zellen, Molekülen, Atome und subatomarer Teilchen her. Das hat zur Folge, dass die im Laufe der Zeit automatisch eingeschlichenen Unordnungen in den Zellen in einen geordneten Zustand gewandelt werden, was rundherum eine Gesundung des Betrachters hervorrufen kann.
Es geht also darum, eine Fühlkompetenz aufzubauen?
So ist es. Die Evokation übernimmt die Aufgabe, neben der Logik oder dem Verstand eine zweite Wahrnehmungskompetenz aufzubauen: das Fühlen. Mit Fühlen meine ich nicht eine schwammige Gefühlsduselei, sondern über das Fühlen kommen wir mit der Seinsebene in Kontakt. Es gibt die Erkenntnis der Quantenphysiker, die heißt: Wenn eine Quante – also ein Elementarteilchen der Materie – von A nach B möchte, d.h. eine Entscheidung treffen muss, dann untersucht die Quante alle möglichen Wege gleichzeitig in einer anderen Dimension von Zeit über das Fühlen. Ich habe versucht, diese Erkenntnis der Quantenphysik in den Alltag runter zu brechen: Was bedeutet das praktisch? Es geht darum, die Fähigkeit des Fühlens zu reaktivieren. Und diese Reaktivierung kann ich über eine eigens dafür komponierte Musik und die Vermittlung über besondere Lautsprecherboxen erreichen. Die Klänge werden als stehende Welle transportiert und treten somit in Resonanz mit dem Zellgedächtnis jeder Körperzelle. Sämtliche Zellen in unserem Körper sind mit einem Zellgedächtnis ausgestattet, das die Informationen speichert, mit denen wir sie bislang gefüttert haben. Über die Musik kann ich also Kontakt mit diesem Informationsspeicher aufnehmen und Veränderungen vornehmen.
Ist es egal, welche Töne durch die Lautsprecher geschickt werden?
Nach jahrelanger Forschung wurde mir klar, dass es nicht reicht, irgendeine Entspannungsmusik einzusetzen. Eines Tages, als ich mal wieder lange Zeit vor dem Goldbild saß, hatte ich plötzlich die Lösung. Es war wie ein Geistesblitz und ich sah das Bild der Musik nicht in Noten, sondern wie Klangfiguren oder Klangverläufe. Diese Verläufe habe ich aufgezeichnet und einem Solisten der Berliner Philhar-moniker, Manfred Preiss, gezeigt und gefragt, ob er sich vorstellen könnte, was ich damit meine. Kurze Zeit später waren wir im Tonstudio und innerhalb von drei Nachmittagen haben wir drei CDs aufgenommen – es war richtig magisch.
Was ist das Besondere an der Musik?
Es ist eine de-konditionierende Musik, die das Zellgedächtnis anspricht und den Grad der Selbstentfremdung schrittweise abbaut. Es ist wie eine sanfte Reinigung durch Wasser: Wir füllen von oben reines Quellwasser in den Zellbereich, bis nach und nach sämtliche Verschmutzungen der Selbstentfremdung ausgespült wurden. Und für die Zelle an sich ist die Musik Nahrung pur. Sie saugt sich voll wie ein trockener Schwamm, man fühlt sich nach jeder Session immer wieder wie neu geboren.
Wie sind Sie auf die Farbe Gold gekommen?
Es war der Maler Yves Klein, der mich auf die Idee brache. Yves Klein hat sich mit der Monochromie der Farbe, also der Reinheit der Farbe beschäftigt. Er sagte: „Gold ist die Farbe, in dem das Selbst seiner Göttlichkeit gewahr wird." Das heißt, in dem Moment, wo ich die Farbe Gold betrachte, kann ich mich selbst erkennen. Genau danach hatte ich gesucht. Wichtig ist, dass es reines Gold ist. Yves Klein hat ein Bild mit dem reinen Goldton erschaffen und ich habe mir damals das Bild in einer Ausstellung oft angesehen. Wenn man ein rein goldenes Bild eine Zeitlang betrachtet, entsteht die Komplementärfarbe Blau. Yves Klein schreibt über Blau, dass es die Farbe des absoluten Anfanges ist. Wenn ich also die Farbe Gold betrachte, stellt das Gehirn automatisch die Farbe Blau her und damit die Frequenz des absoluten Anfanges. Quantenphysikalisch betrachtet, ist der absolute Anfang das Zeropointfield oder das Feld aller Möglichkeiten. Betrachten wir also Gold, stehen wir an der Poleposition und hier sind wir wieder in dem Feld des Fühlens. Als ich stundenlang so vor dem Goldbild von Yves Klein stand, wurde mir klar, dass etwas fehlte für das, was ich vorhatte: Um das Gold als magische Tür zur vierten Dimension zu nutzen, braucht es Zwischenräume. Das Gold ist wie ein Wächter vor dem Möglichkeitsfeld und über Zwischenräume könnte ich mich dorthin einloggen. Das war wieder so ein Geistesblitz. Außerdem wurde mir klar, dass das Gold keine glatte Fläche sein durfte. Ich begann also, Goldbilder herzustellen und mit jedem Bild offenbarte sich mir eine weitere Nuance von den Fähigkeiten von Gold. Dabei merke ich, wie wichtig es war, dass ich keine persönlichen Zielvorstellungen hatte, sondern dass ich der Materie Gold gehorchte. Diese Türmchen aus Blattgold, die Sie auf dem Bild sehen, sind rein handwerklich gar nicht machbar, wie mir viele Handwerker und Künstler attestiert haben. Auf jeden Fall ist damit eine Dreidimensionalität erreicht und durch die entstehenden Zwischenräume kann ich die vierte Dimension herstellen und diese auch bereisen. Physikalisch betrachtet, braucht jede Dimension die darunter liegende, um sich selbst darzustellen. Ich brauche 2 D um 3 D herzustellen. Also brauche ich 3 D um 4 D herzustellen. Und in der vierten Dimension sind wir nicht mehr auf der Materie, sondern wir sehen fühlend in die Materie. In der vierten Dimension kommen wir in Kontakt mit dem Äon oder der Ewigkeit oder dem Licht oder dem Nichts – wie auch immer man diesen Raum bezeichnet. Gleichzeitig bleiben wir in unserem Körper präsent. Aber indem wir die Begrenzungen verlieren, können wir alles erschaffen, was wir wollen. Das Goldbild setzt also das Gehirn und den Geist in die Lage, dass man den vierten Raum herstellt. Übrigens ist bei allen Völker und Nationen das archetypische Wissen verankert, dass Gold die höchste Schwingung hat. Wenn man reines Gold betrachtet, öffnet sich bei allen Menschen der Geist. Man kann alte Schaltkreise löschen und genauso kann man neue konstruieren.
Was bewirkt Gold auf der körperlichen Ebene?
Auf der körperlichen Ebene hat Gold die Frequenz von höchster Heilheit und Harmonie. Dazu ein kleiner Exkurs. Als Menschen steuern wir unser Verhalten über Emotionen. Alle Emotionen entstehen im Gehirn. Wenn ich ein Verhalten ändern möchte, muss ich die Emotion, die das Verhalten motiviert, ändern. Und jeder Emotion geht ein Gedanke voraus. Unsere Gedanken geben elektromagnetische Impulse, die den Hypothalamus als Zentrale erreichen. Dieser wiederum entwirft ein Neuropeptid, also einen Botenstoff für die Emotion, die ich gerade möchte oder brauche. Ich habe mich lange mit der Frage beschäftigt, warum Menschen ihr Verhalten nicht ändern können bzw. nicht andere Emotionen kreieren, die sie besser für ihr jetziges Handeln unterstützen. Dabei ist mir aufgefallen, dass man von Peptiden durchaus abhängig werden kann. Wenn ich eine bestimmte Emotion über Jahre hinweg aktiviere, dann entsteht eine Abhängigkeit. Diese Abhängigkeit bewirkt, dass der Körper es vermeidet, statt des gewohnten Peptid ein neues Peptid – für eine neue Emotion, die ein neues Verhalten generieren würde – herzustellen, denn Abhängigkeit bedeutet Entzug bei Ausbleiben des Stoffes. Was das Körper-Geist-System auf keinen Fall zulässt, ist Chaos und wenn Entzug entstünde, gäbe es chaotische Zustände im Körper. Also wird eher das Peptid aktiviert, als ein neues kreiert, das eine andere Emotion und damit ein anderes Verhalten ermöglichen würde. Für mich war jetzt die Frage: Wie kann ich eine Verhaltensveränderung herbeiführen, ohne dass ein Entzug entsteht? Gold ist die Lösung, denn Gold hat die Frequenz von höchster Heilheit und Harmonie. Über die Augen gelangt ein elektro-magnetischer Impuls an den Hypothalamus und der aktiviert sofort das Peptid von höchster Heilheit und Harmonie. Deshalb bewirkt das Betrachten von Gold ein Gefühl von Frieden und Vertrauen. Über das Gold schalte ich praktisch den Entzug aus. Unser Körper-Geist-System ist so organisiert, dass es immer nach Höherem strebt. Indem ich es mit Gold in Kontakt bringe, strebt es automatisch nach dieser hohen Frequenz.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, ist diese Kombination von Farbe und Klang notwendig, um Veränderungen bis auf die Zellebene vorzunehmen?
Richtig. Es war ein sehr langer Weg, bis ich verstanden hatte, dass beides parallel angeboten werden muss und nicht hintereinander. Mit dem Gold bedienen wir den mentalen Bereich und mit der Musik begeben wir uns in den Fühlbereich. Mit dieser Kombination können wir eigenständig Bewusstseinsprozesse in Gang setzten. Ich wollte etwas finden, wobei man erstens nicht auf fremde Hilfe angewiesen ist, zweitens sollte es angenehm und drittens in den Alltag integrierbar sein – so unspektakulär etwa, wie das tägliche Zähneputzen.
Kann ich mir eine Veränderung mental vornehmen? Kann ich z.B. sagen, ich möchte für das bevorstehende Bewerbungsgespräch ein forscheres Auftreten?
Im Prinzip ja. Wenn man generell etwas schüchtern ist oder wenn es daran liegt, dass man die „Anstrengung" gerne meidet, dann kann man alleine daran arbeiten. So, wie man sich vor einer wichtigen Verabredung äußerlich darauf vorbereitet – indem man sich etwas Vorteilhaftes anzieht, die Frauen sich schminken und die Männer die Schuhe putzen –, so kann man sich innerlich mit Evokation darauf vorbereiten. Ein anderer Fall ist, wenn das forsche Auftreten mit einem Kindheitstrauma behaftet ist. In diesem Fall sollte man die Entkoppelungshilfe in Anspruch nehmen.
Was meinen Sie mit Entkoppelungshilfe?
Es gibt so genannte blinde Flecken. Damit sind chronische Zustände gemeint, die sich verselbständigt haben. Wenn wir im Laufe unseres Lebens bestimmte Gefühle oder Zustände immer wieder aktivieren, verfestigen die sich. Das kann auf der körperlichen Ebene ein Ziehen im Rücken oder Druck im Bauch sein. Auf der seelischen Ebene könnte Wehmut bei dem Klang von Kirchenglocken auftreten, weil wir ein bestimmtes Erlebnis damit verbinden. Die Möglichkeiten sind da sehr vielfältig. Das Problem ist, wenn Zustände chronisch werden, können wir sie nicht mehr bewusst wahrnehmen und steuern. Wir werden blind. Jede Emotion ist auf der körperlichen Ebene gespeichert und deshalb kann sie auch dort verändert werden. Dafür habe ich speziell den Workshop „Das Herzstück" entwickelt. Mit dieser Methode und der Evokation ist es möglich, über das Bild und die Klänge das Problem im Körper zu lokalisieren und damit sichtbar zu machen. Anschließend ist es greifbar und damit nachhaltig veränderbar.
Was wäre ein konkretes Beispiel für die Lösung einen blinden Fleck?
Ich habe mit einer Frau gearbeitet, die in ihrer Kindheit mehrmals von ihrem Großvater sexuell missbraucht wurde. Sie hatte bereits eine Therapie hinter sich, aber die Spannungen in ihrem Körper haben sich nicht gelöst. Als sie vor dem Goldbild saß und die Musik hörte, entstand vor ihrem Auge das Bild von einem Sarkophag. Um als Kind keine Verletzung zu erleiden, hatte sie sich damals völlig aus ihrem Körper gebeamt. Dazu musste sie den Körper versiegeln – daher das Bild des Sarkophags. Sie alleine war nicht in der Lage, sich aus dem Sarkophag zu befreien. Meine Unterstützung in diesem Fall bestand darin, dass sie die Klappe fand, aus der sie rauskrabbeln konnte. Das hat funktioniert. Heute ist diese Dame wieder voller Lebensfreude und Energie. Das hört sich für einen Außenstehenden vielleicht etwas banal und befremdlich an, für den Klient ist es jedoch der rettende Ausweg, nach dem er unter Umständen schon Jahrzehnte lang vergeblich gesucht und sehr darunter gelitten hat.
Tasten wir uns mal in den Bereich Partnerschaft. Was kann Evokation bewirken, wenn ich in meiner Partnerschaft unzufrieden bin?
Ein grundsätzliches Missverständnis bei Liebesbeziehungen ist die Erwartung, dass der andere mir etwas geben soll. Wir gehen Partnerschaften ein, um eine innere Leere zu füllen. Aber um eine erfüllte Beziehung zu haben, muss man in erster Linie sich selbst lieben und achten und das tun die wenigsten. Insofern macht Evokation aus dem Frosch keinen Prinzen, aber aus Aschenputtel eine Prinzessin. In dem Moment, wo wir mit der Farbe Gold und den Klängen in Resonanz gehen und anfangen, uns kennen zu lernen, wächst automatisch die Liebe und Achtung zu sich selbst. Und wenn wir die ersten Stufen erklommen haben, kommt die Zentrifugalkraft des Wirbels in Bewegung: Je mehr Kenntnisse über sich selbst, desto größer wird der Respekt und die Eigenliebe. Und jetzt kommt das Gesetz „wie innen so außen" zum Einsatz und präsentiert mir im Alltag mehr und mehr Menschen, dir mir mit Achtung und Respekt begegnen. D.h. je mehr meine Sorgfalt mir gegenüber zunimmt, umso häufiger wird mir das Verhalten auch im außen begegnen. Ob sich der Partner ändert oder wir doch den Prinzen treffen, ist sekundär.
Kommen Menschen mit ihrer Vision in Kontakt?
Das war ja der ursprüngliche Grund für den Entwurf: die eigene Genialität. Worüber wir bisher gesprochen haben, waren die Voraussetzungen, um überhaupt die Genialität zu erreichen. Das waren Aufräumungsarbeiten, um sich betriebsbereit zu machen. Und dann geht die Arbeit los. In der Quantenphysik heißt es: „Ich als Beobachter steuere Materie" oder anders ausgedrückt „Ich bin der Erfinder meiner Realität". Mit Evokation steuere ich bewusst diesen Fokus.
Wie sieht der zeitliche Aufwand aus, wenn ich mich für diesen Weg entscheide?
Es kommt darauf an, was man will. Es gibt drei Stufen. Die erste Stufe ist der Wohlfühlaspekt, in dem man seine Zellen nach dem alltäglichen Stress auftankt – eine Rund-um-Erquickung. Die zweite Stufe beinhaltet ernsthafte Veränderungen und dann sollte man ein- oder zweiwöchig eine Session nehmen. Bei der dritten Stufe kann man Entkopplungsarbeiten wie bei der Dame mit dem Missbrauch in Angriff nehmen. Dafür haben wir eine Woche intensive Arbeit gebraucht und dann war es erledigt.
Wie kommt man mit seiner Vision in Kontakt?
Hierfür braucht man in der Regel etwas mehr Zeit, denn es geht darum, die Eigenfrequenz zu instrumentalisieren und das Zeropointfield bewusst zu beeinflussen: Wie bewirke ich die Kollision einer bestimmten Welle, um eine Emotion zu kreieren, die ich für die Bewältigung einer Aufgabe brauche, um erfolgreich zu sein?
Was ist Ihre Vision?
Ich möchte viele Menschen erreichen. Ein kleiner Schritt in die Richtung war eine Veranstaltung im Berliner Adlershof und in der Deutschen Bank Berlin Unter den Linden mit je ca. 500 Menschen. Auf der Bühne hatten wir drei bzw. zwei Bilder und vier Lautsprecher installiert. Es war ein großer Erfolg. Meine Vision ist großflächig: Ich sehe Evokation als eine Art Wellnesszentren: Öffentliche Orte, zu denen die Menschen gehen, so wie sie eine Sauna besuchen. Zentren mit der Installation, mit Wandelgängen, Gastronomie und dem entsprechend angenehmen Rahmen. Die Musik besteht ja aus einer Triologie – es bräuchte also drei Räume, in denen 30-40 Menschen die Möglichkeit haben, vor der Goldwand zu sitzen und gleichzeitig die Musik zu hören.
Diese Vision können Sie aber nicht alleine stemmen. Wie wollen Sie das bewerkstelligen?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Natürlich ist es immer möglich, dass einzelne Menschen ihre Lebensqualität bereichern wollen und die Installation privat erwerben. Oder Hausgemeinschaften tun sich zusammen und statt einer Sauna leisten sie sich die Evokations-Installation. Aber mir geht es darum, dass Evokation einer breiten Masse von Menschen zugänglich wird. Für mich ist es auch nicht mehr eine Vision, sondern eine Notwendigkeit. Ich bin überzeugt, dass die Installation genau das leistet, was in Zukunft gefragt ist: Sie unterstützt die Persönlichkeit von Menschen, die Verantwortung für ihr Leben und Aufgaben übernehmen wollen. Und genau das braucht es im Moment dringender denn je. Gewisse Fragen mit globaler Tragweite, die auf eine Antwort drängen, lassen sich national nicht mehr klären bzw. lösen. Die Fragen sind einfach größer als unser nationaler Blickpunkt. Menschen, die in der globalen Wirtschaft und globalen Politik arbeiten, brauchen einen globalen Blickpunkt, mit dem sie alle Aspekte mit einbeziehen können. Das verlangt aber neue Denkweisen, neue Empfindungsweisen und neues Bewusstsein. Mit der Evokation kann man diese so wichtigen Soft Skills turboschnell, einfach und präzise entwickeln um somit zielsicher den Nerv unserer Zeit zutreffen. In den Medien taucht schon lange immer wieder der Ruf nach „mentalen Veränderungen" auf. Es geht nicht darum, das bisherige Verhalten zu verurteilen und Schuldzuweisungen zu machen. Es geht darum, in die Zukunft zu schauen und neue Wege zu beschreiten. Evokation ist ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck. Deswegen reicht es nicht, dass die Installation in den Wohnzimmern der Vorstandebenen von großen Konzernen steht. Ich möchte Evokation als Wellnesszentren allen Menschen möglich machen und dazu brauche ich Investoren, die von der Nachhaltigkeit dieses Konzeptes überzeugt sind und ihr Geld darin investieren wollen. Ich habe immer wieder Kunden, die von sehr weit her, ja sogar aus anderen Erdteilen kommen und viel öfter die Evokation nutzen würden, wenn sie in ihrer Nähe wäre. Der Bedarf und die Nachfrage sind schon lange da. Was fehlt, ist ein flächendeckendes Angebot.
Ich bedanke mich, an dem Prozess der Verbreitung von Evokation beteiligt zu sein und wünsche Ihnen viel Erfolg!
Ein Goldbad
Interpretation einer Session mit Evokation von Haidrun Schäfer.
Dagobert Duck hatte schon den richtigen Impuls, seinen Körper in Gold zu baden um aufzutanken. Aber sein Denken war zu sehr auf Gier gepolt, um größeren Nutzen aus dem Bad zu ziehen. Ich kuschle mich in den großen, purpurnen Sessel in eine weiche, purpurfarbene Decke und gebe das Gedankenruder ab. Die wärmende Decke vermittelt zum einen den Eindruck von absoluter Geschütztheit – hier kann mir nichts passieren – und zum anderen unterstützt sie den Körper, seine Begrenzungen aufzulösen. Der Effekt ist ähnlich eines Flowtingtanks: Der Expansion des Fühlens sind keine Grenzen gesetzt. Ziel ist, eine neue Dimension zu beschreiten. In der Kombination mit dem Gold, der Musik und der Decke wird dieser Effekt erzeugt. Vor mir das Tableau mit reinen Goldkreationen und um mich der Klang von relativ unmelodiösen Tönen – nix zum Mitsummen. Ich lasse den Blick verschwimmen und gebe meinen Zellen den Befehl, sich für eine lichtvolle Neuordnung zu öffnen. Gold steht in Resonanz mit der höchsten Ebene – mit dem Äon oder Gott oder dem Schöpfungsprinzip. Je mehr mein Blick verschwimmt, umso deutlicher öffnet sich hinter dem Gold eine weitere Dimension bis hin zur Unendlichkeit. Und auch das wandelt sich wieder in immer neue Muster und Bilder. „Das einzig Beständige ist der Wandel" – auch hier ganz offensichtlich. Eine Stunde Kino in Eigenproduktion ohne Regieanweisung. Während mein Körper in einem geschützten Rahmen ruht, verbindet sich meine Seele mit meiner Urkraft – ganz klar, ich bin online, verbunden mit meiner höchsten Kraft.
Peter Heindl Evokation - Seestraße 99 - 13353 Berlin -
Tel.: 0160-7 26 26 86, www.evokationberlin.de

